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Dieses Besteck gehört zu den ersten Objekten, die gegen Ende der 30er Jahre von drei jungen Architekten gestaltet wurden, die zu Spitzenvertretern des sogenannten „lombardischen Klassizismus“ auf den Gebieten des Designs und der Architektur werden sollten. Es wurde der Öffentlichkeit zum ersten Mal anlässlich der 7. Mailänder Triennale im Jahr 1940 im Metall- und Glasbereich der Ausstellung vorgeführt, die von Ignazio Gardella eingerichtet worden war (in derselben Ausstellung wurde ein weiteres Modell präsentiert, das bei Alessi unter dem Namen „Caccia“ in Produktion ging). Das bemerkenswerteste Element dieses Bestecks ist die Ausgewogenheit zwischen einem noch handwerklichen Gestaltungsansatz und der industriellen Zukunft der Haushaltswaren – eine Kombination, die allerorts unmittelbaren Anklang und Bewunderung fand. „Dieses Besteck ist von so großartigem Stil, von solcher Reinheit in Form und Gestaltung, dass ich hiermit erkläre: Kein anderes Land produziert schöneres Besteck“, kommentierte Gio Ponti auf den Seiten des Magazins „Domus“. Eine leichte, schlanke Form ohne überflüssige Elemente, die gleichzeitig äußerst funktional ist, wie sich am Beispiel der Gabelzinken zeigt: „Warum vier, wenn drei genügen?“ Die Serie reflektiert darüber hinaus die formalen und industriellen Neuerungen im Bereich der Haushaltswaren, die sich in jenen Jahren in der progressiven Aufnahme neuer Produktionsmethoden wie dem Stanzen und Pressguss und der Verwendung neuer Materialien wie Stahl manifestierten. Das Modell „Caccia“ wird von Alessi seit 1990 in zwei Versionen aus Stahl, Inox 18/10, und versilbertem Alpaka (letztere Variante wurde im Jahr 2004 durch Silber ersetzt) produziert. Die Serie wurde von Luigi Caccia Dominioni vervollständigt, der die im ursprünglichen Entwurf fehlenden Elemente gestaltete. Das auf der Triennale vorgestellte Besteck „40“ gab es ebenfalls in zwei Varianten, einer in Silber und einer in Vermeil mit Porzellangriffen. Auch die aktuelle Version in rostfreiem Stahl mit POM-Griffen wurde in Zusammenarbeit mit Luigi Caccia Dominioni realisiert.
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