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DIE OVALE COCOTTE ist ein Kochgefäß von ovaler Form, mit geradem, leicht gewölbtem Rand und einer Verbindungsscheibe als Boden, mit zwei Griffen versehen und mit einem schweren Deckel. Die OVALE COCOTTE wurde bereits von Scappi erwähnt, der sie als STUFATOR OVATO bezeichnet. Ihre Ursprünge reichen bis weit in die Vergangenheit zurück, wie das Material Gusseisen vermuten lässt, das normalerweise für sie verwendet wurde, sowie die Art der Zubereitung der Speisen : die Cocotte wurde in die Holzglut des Kamins gestellt. Die ovale Cocotte war für Rezepte bestimmt, die eine lange Kochzeit benötigten und daher wurde schon seit Anbeginn Metalle wie Eisen und Gusseisen für ihre Herstellung benutzt, obwohl es auch Beispiele für die Verwendung anderer Materialien wie z.B. Terracotta gibt. Im vergangenen Jahrhundert hat es auch eine umfangreiche Produktion aus innen verzinntem Kupfer gegeben. Wie in der Tat bekannt ist, besitzen Eisen und Gusseisen nur eine mittelmäßige Wärmeleitfähigkeit ; sie haben jedoch bei großer Dicke die interessante Wirkung, die Hitzeübertragung auf diejenigen Speisen optimal zu regulieren, die lange bei niedriger und kontrollierter Temperatur kochen müssen. Aus dem gleichen Grund wurden Deckel hergestellt, die oft fast hermetisch zu schließen waren und immer sehr schwer waren, um sowohl die beim Kochvorgang erzeugten Dämpfe als auch die Aromen so lange als möglich im Innern des Kochgefäßes zu erhalten (daher die Bezeichnung des Schmorens im eigenen Saft). Die ovale Cocotte ist das bestgeeignete Kochgefäß für Kochvorgänge nach der Schmortechnik, die darin besteht, das Kochgut rundherum in Fett anzubraten und es dann, gewöhnlich zusammen mit kleingeschnittenen Gemüsestücken und - bis zur halben Höhe mit aromatischer Flüssigkeit (Brühe, Wein oder heller Fond) aufgefüllt - langsam, lange und bei gleichmäßiger Hitze zu kochen. Die ovale Cocotte wird auch als Alternative zur Kasserolle mit zwei Griffen benutzt, und zwar zum Dünsten. Eine ausgezeichnete Verwendung findet sie auch beim Braten, besonders bei großen Stücken. Dem Ratschlag von Raymond Thuillier folgend, den die ovale Cocotte an das langen Kochen « feu doux » erinnert, also bei geringer Hitze, am Rand des Kamins aus seiner Kinderzeit in Savoyen, haben wir in unserem Projekt das Gusseisen dem Kupfer vorgezogen, aufgrund eben der Eigenschaften, die bisher angegeben wurden. Die Kochgefäße haben alle eine hohe Dicke, um den Hitzestabilisierungseffekt zu garantieren, was die hervorstehendste Eigenschaft dieses Metalls ist. Das Kochgefäß ist schwarz emailliert.
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