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Nach der Kreation des „Pasta-Set“ von Massimo Morozzi (1985) vor über zwanzig Jahren greift Alessi das Thema der Pasta-Kochutensilien wieder auf. Und zwar durch einen neuen Topftyp und - allem Anschein nach - durch eine neue Garmethode, die sich so radikal von der klassischen Tradition Italiens unterscheidet, dass sich den konservativen Geistern wohl die Haare sträuben! Meine Anmerkung „allem Anschein nach“ bezieht sich auf den nachfolgenden Text, der die Entdeckung einer antiken Garmethode der Olivenpflücker seitens Alain Ducasse beschreibt, die uns heute, durch sein kulinarisches Talent, modernisiert unterbreitet wird.
Das Überraschende dabei ist - jetzt mal abgesehen vom Bekanntheitsgrad und dem Ansehen des französischen Drei-Sternekochs Alain Ducasse, der diesen Topf zusammen mit dem jungen Designer Patrick Jouin entwickelt hat - dass der neue Topf „Pasta Pot“ nicht nur praktisch und funktionell ist, sondern tatsächlich eine „andere“ Pasta an Sauce mit neuen Gaumenfreuden auf den Tisch bringt. Maßgeblich ist dabei, dass die Stärke nicht mit dem Garwasser weggespült, sondern von der Pasta gänzlich absorbiert wird. Dies gilt auch für die Zutaten der Sauce.
Alle Garvorgänge erfolgen gleichzeitig: Zunächst die ungegarte oder leicht angedünstete Pasta in den „Pasta Pot“ geben. Dann die verschiedenen Zutaten der gewünschten Sauce und zu guter Letzt das Wasser oder die Bouillon - auf einmal oder nach und nach - zugeben. Mit dem zweckmäßigen Deckel zugedeckt garen lassen und regelmäßig rühren. Nach einer Garzeit, die diejenige der klassischen Methode nur um wenig überschreitet, ist unsere Pasta an Sauce fertig: Für die Zubereitung wird nur der „Pasta Pot“ benötigt, in dem das Gericht mit dem zugehörigen Topfuntersetzer direkt serviert werden kann bzw. serviert werden soll.
Das Wiederaufgreifen dieser antiken Methode wird durch ein kleines Rezeptbuch abgerundet, das eine Reihe von Rezepten enthält, die von Alain Ducasse als Krönung der Raffinesse erarbeitet worden sind. Ich habe alle persönlich ausprobiert und kann Ihnen versichern, dass Sie den „Pasta Pot“ am Ende perfekt beherrschen und bereit sein werden, eigene kulinarische Delikatessen hervorzuzaubern.
Man kann sich gut vorstellen, dass wir - so wie beim „Pasta-Set“ von Morozzi - einem florierenden Markt „neuer“ Töpfe auf internationaler Ebene beiwohnen können, die von dieser kleinen, aber bedeutenden Innovation in Sachen Kochgeräte inspiriert werden.
<< „Pasta Pot“ bietet die Qualitäten einer antiken Garmethode, die sich mit den Bedürfnissen des modernen Lebensstils vereinen. Bei dieser Art des Garens, dem so genannten Einkochen, dient die Stärke zur Bindung der Pasta und der unverwässerten Aromen, die optimal konzentriert werden. Das Resultat ist ein natürliches und gesundes Gericht mit kräftigem Geschmack, das rasch und einfach zubereitet wird.
Als die einstigen Olivenpflücker zur Arbeit in den Olivenhainen aufbrachen, verfügten sie nur über sehr wenig Wasser, um ihre Mahlzeiten zuzubereiten. Sie begegneten diesem Problem, indem die Pasta wie ein Risotto gegart wurde: Nach dem Andünsten der Pasta mit Gewürzen, Champignons oder anderem auf dem Weg gesammelten Gemüse, wurde das Ganze nach und nach entsprechend der Flüssigkeitsaufnahme mit Wasser zugedeckt. Es ist diese traditionelle Methode, die ich in meinem Restaurant Le Louis XV in Monaco, wieder zur Ehre kommen ließ und deren Geheimnisse Ihnen Alessi heute offenbart. >>
Alain Ducasse
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